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textile Anschlagmittel

Textile Anschlagmittel - Wissenswertes Textile Anschlagmittel zeichnen sich neben einem geringen Gewicht bei hoher Tragfähigkeit in vielen Einsatzgebiet aus. Weitere Vorteile sind eine lange Lebensdauer, beste Isolationsfähigkeit sowie einfache Han...
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Textile Anschlagmittel - Wissenswertes

Textile Anschlagmittel zeichnen sich neben einem geringen Gewicht bei hoher Tragfähigkeit in vielen Einsatzgebiet aus.
Weitere Vorteile sind eine lange Lebensdauer, beste Isolationsfähigkeit sowie einfache Handhabung und geringe Verletzungsgefahr im rauen Praxiseinsatz.

Beim Einsatz von textilen Hebebändern und Rundschlingen sind für den sicheren und langlebigen Einsatz jedoch einige Bedingungen zu beachten.

Vorteile textiler Anschlagmittel:

  • hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht
  • vielfältige Auswahlmöglichkeiten nach Tragfähigkeit, Form und Abmessungen
  • in jeder Länge herstellbar
  • durch entsprechende Werkstoffauswahl bei aggressiven Stoffen einsatzgeeignet
  • geringe Feuchtigkeitsaufnahme (max. 0,4 %)
  • rutschhemmend durch breite Auflage der Last
  • lange Haltbarkeit (verrottungsfrei)
  • Eigensteifigkeit bei Hebebändern
  • Schonung der Last durch gute Anpassung an deren Form
  • Platz sparend verstaubar
  • hohe Abriebfestigkeit
  • im trockenen Zustand elektrisch nicht leitend
  • einfache Handhabung ohne Verletzungsgefahr für den Anwender

1. rechtliche Grundlagen

Für die Herstellung von Rundschlingen und Hebebändern sind die technischen Anforderungen und Hinweise in Normen festgeschrieben. Diese gelten europaweit. Für Hebebänder ist das EN 1492 - 1. Für Rundschlingen die EN 1492 - 2.  Nach Maschinenrichtlinien 2006/42/EG tragen textile Anschlagmittel das CE-Kennzeichen. Darüber hinaus findet auch die BG-Richtlinie BGR 500 Anwendung.

2. Tragfähigkeit und Anschlagfaktoren textiler Anschlagmittel

Das Gewicht der zu hebenden Last und die Anschlagart ergeben die Tragfähigkeit des gesamten Anschlagmittels.
(Es ist nicht korrekt, bei einem 4 - Stranggehänge mit Einzeltragfähigkeit des Stranges von 2.000 kg, die Anzahl der Stränge mit 4 zu multiplizieren! = 8.000 kg. Richtig ist bei 0 - 45 ° 4.250 kg Tragfähigkeit.)

Die häufigsten Anschlagarten für Hebebänder und Rundschlingen entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle:

Die Nenntragfähigkeit eines Anschlagmittels wird in der Anschlagart „einfach direkt“ angegeben. Den Lastanschlagfaktor (über der Farbkennzeichnung) für die restlichen Anschlagarten entnehmen Sie bitte der vorstehenden Tabelle.



Wichtig: Über einen Winkelbereich von mehr als 60 ° darf nicht angeschlagen werden.
Über diesen Neigungswinkel hinaus sind die auftretenden Kräfte unbeherrschbar.

 

3. Handhabung und Einsatz

Hebebänder und Rundschlingen werden durch die in der EN Norm festgelegten Farbe in Ihrer Nenntragfähigkeit gekennzeichnet. Der Anwender hat eine zusätzliche Sicherheit bei der Zuordnung der Tragfähigkeiten. Alle Nenntragfähigkeiten ab 10.000 kg sind orange.
Hebebänder und Rundschlingen aus Polyester können in einem Temperaturbereich von -40 bis +100 °C eingesetzt werden. Der Einsatz in Chemikalien ist nach vorheriger Überprüfung und Freigabe durch den Hersteller möglich.
Beim Anschlagen mit textilen Hebebändern und Rundschlingen müssen Oberfläche und Kanten der Last berücksichtigt werden, dennscharfe Kanten sind gefährlich und können das Anschlagmittel beschädigen.
 

Was ist eine scharfe Kante?
Eine scharfe Kante liegt immer dann vor, wenn der Kantenradius „r“ kleiner als die Materialstärke „d“ des Anschlagmittels ist. Ist die Last scharfkantig oder hat die Last eine raue Oberfläche, muss das textile Anschlagmittel mit geeigneten Abriebschutz-, Schutzschläuchen oder Festbeschichtungen ausgerüstet werden.

Vorsicht: Kein Abriebschutz ersetzt den schnittfesten Kantenschutz bei scharfkantigen Lasten!
Grundsätzlich profitiert der Anwender beim Einsatz von Rundschlingen und Hebebändern vom geringen Eigengewicht der Anschlagmittel und von der Möglichkeit, Lasten materialschonend anzuschlagen.
 

Information:
Der Öffnungswinkel der Hebebandschlaufe darf im Kranhaken nicht mehr als 20 ° betragen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Schlaufennaht unter Last aufgerissen wird!

 

   Faustformel:   Schlaufenlänge L2 = max. Kranhakenbreite b x 3,5

 

Praxis-Tipp: Sollen zwei Rundschlingen miteinander verbunden werden, kann dafür ein Rundschlingenhaken genutzt werden.  Niemals dürfen Rundschlingen geknotet oder ineinander geschnürt werden, da die Tragfähigkeit unkontrollierbar reduziert wird.

Beispiel einer fachgerechten Verbindung von zwei
Rundschlingen mittels genormtem Rundschlingenhaken
. 
   

4. Prüfung und Instandhaltung

Mindestens einmal im Jahr sind textile Anschlagmittel durch einen Sachkundigen zu prüfen. Je nach Einsatzbedingungen und Häufigkeit sind kürzere Prüfungsintervalle erforderlich. Die häufigsten Mängel an textilen Anschlagmitteln sind Einschnitte ins tragende Gewebe, Brandschäden durch Funkenflug, mechanische Beschädigung der tragenden Nähte und des Rundschlingenschlauchs. Instandsetzungsarbeiten dürfen nur vom Hersteller oder einer von ihm beauftragten Person oder Unternehmen durchgeführt werden.

Hebebänder und -gehänge
Hebebänder und -gehänge

Typ 90, 93, 424 und 425 

 

Rundschlingen
Rundschlingen

RSE, RSD und - gehänge 

 

Zubehör / Einzelteile
Zubehör / Einzelteile

Rundschlingenkupplungen 

 

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